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Kugelhähne

Kugelhähne werden eingesetzt, um den Durchfluss in einer Leitung vollständig zu öffnen oder zu schließen. Durch eine Drehung des Handhebels wird die im Gehäuse sitzende Kugel bewegt und der Durchgang freigegeben oder abgesperrt. Dadurch lässt sich eine Leitung schnell und direkt öffnen oder schließen.

Je nach Anwendung unterscheiden sich Kugelhähne in ihrer Bauform, Anschlussausführung und Belastbarkeit. Entscheidend für die Auswahl sind insbesondere Betriebsdruck, durchströmendes Medium, Anschlussart und Anschlussgröße. Während Niederdruck- und Muffen-Kugelhähne für entsprechende Flüssigkeitsleitungen eingesetzt werden, sind Hydraulik-Hochdruck-Kugelhähne für die Betriebsbedingungen hydraulischer Systeme ausgelegt.

Der richtige Kugelhahn für Druck und Medium

Nicht jeder Kugelhahn eignet sich für jede Flüssigkeit oder jeden Betriebsdruck. Neben dem zulässigen Druckbereich muss deshalb geprüft werden, ob Gehäuse, Kugel und Dichtungen für das verwendete Medium geeignet sind.

Bei Hydraulikanwendungen ist insbesondere die Eignung für das eingesetzte Hydraulikmedium und den vorhandenen Betriebsdruck wichtig. Bei anderen Flüssigkeitsanwendungen können wiederum andere Anforderungen an Werkstoffe und Dichtungen bestehen.

Auch die Anschlussausführung muss zum Leitungssystem passen. Muffen-Kugelhähne werden beispielsweise über ein Innengewinde eingebunden, während bei Hydraulik-Hochdruck-Kugelhähnen unterschiedliche hydraulische Anschlussvarianten zum Einsatz kommen können.

2-, 3- und 4-Wege-Kugelhähne

Ein 2-Wege-Kugelhahn besitzt zwei Anschlüsse und dient dazu, einen Leitungsweg zu öffnen oder vollständig abzusperren. Er wird üblicherweise in vollständig geöffneter oder geschlossener Stellung betrieben und ist nicht für die gezielte Regulierung des Volumenstroms vorgesehen.

Bei 3-Wege-Kugelhähnen stehen drei Anschlüsse zur Verfügung. Je nach Ausführung der Kugelbohrung können unterschiedliche Anschlüsse miteinander verbunden werden. Dabei wird zwischen L- und T-Bohrungen unterschieden. Welche Variante benötigt wird, richtet sich danach, welche Verbindungen innerhalb des Hydraulikkreislaufs hergestellt werden sollen.

4-Wege-Kugelhähne ermöglichen entsprechend ihrer X-Bohrung die Verbindung mehrerer Anschlüsse. Die möglichen Durchflusswege werden durch die innere Ausführung und die jeweilige Stellung des Handhebels bestimmt.

Worauf sollte bei der Auswahl geachtet werden?

Zunächst sollte feststehen, welches Medium durch den Kugelhahn fließt und welcher Betriebsdruck auftritt. Danach können Anschlussgröße und Anschlussart sowie die benötigte Anzahl der Wege bestimmt werden.

Bei einem einfachen Absperrpunkt genügt in der Regel eine 2-Wege-Ausführung. Werden mehrere Leitungswege miteinander verbunden, muss bei 3- oder 4-Wege-Kugelhähnen zusätzlich auf die Bohrungsform und die daraus resultierenden Durchflusswege geachtet werden.