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Glycerin Manometer

Glyzerin-Manometer gehören zu den am häufigsten eingesetzten Druckmessgeräten in der Hydraulik. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Betriebsdrücke zuverlässig überwacht werden müssen und gleichzeitig Vibrationen oder Druckschwankungen auftreten. Durch die Glyzerinfüllung bleibt die Druckanzeige auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen gut ablesbar und das Messwerk wird vor unnötiger Belastung geschützt. In dieser Kategorie finden Sie Glyzerin-Manometer in verschiedenen Druckbereichen, Anschlussgrößen und Bauformen für den professionellen Einsatz in Hydraulikanlagen.

Warum werden Manometer mit Glyzerin gefüllt?

Hydraulikanlagen arbeiten häufig unter anspruchsvollen Bedingungen. Vibrationen, Druckstöße oder pulsierende Druckverläufe können dazu führen, dass der Zeiger eines herkömmlichen Manometers unruhig läuft und der Druckwert nur schwer ablesbar ist.

Aus diesem Grund werden viele Hydraulik-Manometer mit einer Glyzerinfüllung ausgestattet. Die Flüssigkeit dämpft die Bewegung des Messwerks, reduziert Zeigerschwingungen und schützt die empfindliche Mechanik vor dauerhaften Belastungen. Das Ergebnis ist eine ruhigere Anzeige und eine längere Lebensdauer des Manometers – insbesondere im mobilen Einsatz oder an Maschinen mit starken Vibrationen.

Wann ist ein Glyzerin-Manometer die richtige Wahl?

Glyzerin-Manometer eignen sich überall dort, wo Druck zuverlässig überwacht werden muss und gleichzeitig Vibrationen oder wechselnde Druckbelastungen auftreten.

Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise:

  • Hydraulikaggregate
  • Baumaschinen
  • Land- und Forstmaschinen
  • Industrieanlagen
  • Werkstatt- und Prüfstände
  • Stationäre Hydrauliksysteme

Bei ruhigen Betriebsbedingungen kann zwar auch ein trockenes Manometer eingesetzt werden, in hydraulischen Anwendungen haben sich Glyzerin-Manometer jedoch aufgrund ihrer höheren Belastbarkeit und besseren Ablesbarkeit als Standard etabliert.

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Glyzerin-Manometers achten?

Damit das Manometer zuverlässig arbeitet, müssen die technischen Daten zur Hydraulikanlage passen.

Achten Sie insbesondere auf:

  • Druckbereich: Der maximale Betriebsdruck sollte innerhalb des Messbereichs liegen.
  • Anschlussgewinde: Beispielsweise G1/4", G1/2", BSPP oder andere Gewindearten.
  • Anschlusslage: Radialer Anschluss (unten) oder axialer Anschluss (hinten).
  • Nenngröße: Je nach Einbausituation stehen unterschiedliche Gehäusedurchmesser zur Verfügung.
  • Genauigkeitsklasse: Entscheidend für die zulässige Messabweichung.
  • Werkstoff: Gehäuse und Anschluss sollten den Umgebungsbedingungen entsprechen.

Die richtige Kombination dieser Merkmale sorgt für eine dauerhaft zuverlässige Druckmessung.

Das sollten Sie wissen!

Viele Glyzerin-Manometer werden werkseitig mit einer Transportkappe ausgeliefert. Diese verhindert während Lagerung und Versand das Austreten der Glyzerinfüllung.

Vor der Inbetriebnahme muss die Transportkappe gemäß Herstellerangaben entlüftet werden. Bei vielen Ausführungen erfolgt dies, indem die schwarze Gummikappe an der dafür vorgesehenen Stelle mit einer Nadel oder einem spitzen Gegenstand geöffnet wird. Dadurch kann sich der Innendruck an den Umgebungsdruck anpassen.

Bleibt die Transportkappe dauerhaft verschlossen, kann dies insbesondere bei Temperaturschwankungen zu Messabweichungen oder einer unruhigen Zeigerstellung führen. Beachten Sie deshalb immer die Hinweise des jeweiligen Herstellers.

Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines deutlich zu großen Messbereichs. Wer beispielsweise dauerhaft einen Betriebsdruck von 80 bar überwachen möchte, sollte nicht automatisch zu einem 400-bar-Manometer greifen.

Je größer der Messbereich, desto kleiner ist der Skalenabschnitt, in dem sich der tatsächliche Betriebsdruck befindet. Dadurch lässt sich der Druck schlechter ablesen und kleinere Druckänderungen sind schwieriger zu erkennen.

Als Faustregel gilt: Der normale Betriebsdruck sollte idealerweise im mittleren Bereich der Skala liegen. Dadurch wird eine gute Ablesbarkeit erreicht und Druckschwankungen lassen sich leichter erkennen.

FAQ

Warum befindet sich Glyzerin im Manometer?

Die Glyzerinfüllung dämpft Zeigerschwingungen, schützt das Messwerk vor Vibrationen und sorgt für eine ruhigere Druckanzeige.

Verbessert Glyzerin die Messgenauigkeit?

Nein. Die Messgenauigkeit wird durch die Genauigkeitsklasse des Manometers bestimmt. Glyzerin verbessert vor allem die Ablesbarkeit und schützt die Mechanik.

Sind Luftblasen im Glyzerin normal?

Ja. Kleine Luftblasen können nach dem Transport oder durch Temperaturschwankungen entstehen und sind

Welchen Druckbereich sollte ich wählen?

Der Messbereich sollte so gewählt werden, dass der normale Betriebsdruck möglichst im mittleren Bereich der Skala liegt. Dadurch lässt sich der Druck besser ablesen und das Messwerk wird geschont.

Wann sollte ein Glyzerin-Manometer eingesetzt werden?

Immer dann, wenn Vibrationen, Druckstöße oder pulsierende Druckverläufe auftreten. Deshalb werden sie häufig in Hydraulikanlagen, Baumaschinen und Industrieanlagen eingesetzt.

Welche Anschlussarten gibt es?

Je nach Ausführung besitzen Glyzerin-Manometer einen radialen Anschluss (unten) oder einen axialen Anschluss (hinten). Welche Variante benötigt wird, hängt von der Einbausituation ab.