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Hydraulikmotoren

Hydraulikmotoren wandeln Öldruck in Drehbewegung um – die robuste Antriebslösung für Land- und Baumaschinen, Förderschnecken, Winden und Kehrmaschinen. Welcher Motor zu Ihrer Anwendung passt und worauf es bei Auswahl und Austausch ankommt, erfahren Sie hier.

Hydraulikmotoren – Drehkraft für Land- und Baumaschinen

Hohes Drehmoment schon bei niedriger Drehzahl – kompakt und langlebig

Ein Hydraulikmotor macht aus dem Volumenstrom Ihrer Hydraulikanlage eine Drehbewegung: Das unter Druck stehende Öl versetzt die Motorwelle in Rotation und treibt so Förderschnecken, Futtermischwagen, Kehrbürsten, Seilwinden oder Fahrantriebe an. Der große Vorteil gegenüber Elektromotoren: Hydraulikmotoren liefern hohes Drehmoment schon bei niedriger Drehzahl, sind dabei kompakt, unempfindlich gegen Schmutz und Feuchtigkeit und vertragen auch raue Einsatzbedingungen auf Acker und Baustelle.

Drehzahl und Drehmoment lassen sich über die Hydraulik einfach steuern: Der Volumenstrom bestimmt, wie schnell sich der Motor dreht – der Druck, wie viel Kraft an der Welle anliegt.

Den passenden Motor finden: das Fördervolumen

Die wichtigste Kenngröße bei Auswahl und Austausch

Die zentrale Kenngröße jedes Hydraulikmotors ist das Fördervolumen in cm³ pro Umdrehung (in Datenblättern auch Schluckvolumen genannt) – also die Ölmenge, die der Motor für eine Wellenumdrehung benötigt. Daraus ergibt sich die einfache Grundregel: Bei gleichem Volumenstrom dreht ein Motor mit kleinem Fördervolumen schnell mit weniger Drehmoment, ein Motor mit großem Fördervolumen langsam mit hohem Drehmoment.

Für den Austausch eines vorhandenen Motors gilt: Fördervolumen, Wellenausführung, Flanschbild und Anschlussgewinde des alten Motors übernehmen – dann passt der neue Motor ohne Umbau.

Das sollten Sie vor dem Kauf wissen

Die wichtigsten Fragen zur Auswahl des passenden Motors
Wie finde ich den passenden Hydraulikmotor?
Drei Angaben genügen: der verfügbare Volumenstrom Ihrer Anlage (l/min), der maximale Betriebsdruck und die gewünschte Drehzahl bzw. das benötigte Drehmoment. Daraus ergibt sich das passende Fördervolumen.
Wie berechne ich die Drehzahl?
Volumenstrom geteilt durch Fördervolumen. Beispiel: 20 l/min bei einem Motor mit 100 cm³ ergeben 200 U/min.
Kann ich die Drehrichtung ändern?
Ja – Hydraulikmotoren sind in der Regel reversierbar: Werden die beiden Anschlüsse vertauscht, dreht der Motor in die andere Richtung.
Worauf muss ich beim Austausch achten?
Übernehmen Sie vom alten Motor das Fördervolumen (cm³), die Wellenausführung (z. B. zylindrisch oder Keilwelle), das Flanschbild und die Anschlussgewinde. Diese Angaben finden Sie auf dem Typenschild oder durch Nachmessen.
Was passiert, wenn der Motor zu klein gewählt ist?
Reicht das Drehmoment nicht, bleibt der Motor unter Last stehen und das Öl geht über das Druckbegrenzungsventil verloren – die Anlage erwärmt sich. Im Zweifel lieber ein größeres Fördervolumen wählen.

Der passende Motor ist nicht dabei oder die Kenndaten des alten Motors sind unklar? Melden Sie sich bei uns – wir helfen beim Abgleich von Fördervolumen, Welle und Flansch, damit der Ersatzmotor auf Anhieb passt.