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Messverschraubungen & Messadapter

Messverschraubungen ermöglichen das einfache und sichere Anschließen von Manometern, Messschläuchen oder Hydraulik-Diagnosegeräten an einer bestehenden Hydraulikanlage. Sie schaffen eine definierte Messstelle, ohne dass Leitungen gelöst oder Komponenten demontiert werden müssen. Dadurch lassen sich Betriebsdruck, Systemdruck oder einzelne Druckkreise schnell überprüfen und Störungen gezielt eingrenzen.

Je nach Hydrauliksystem kommen unterschiedliche Gewinde- und Anschlusssysteme zum Einsatz. Deshalb finden Sie bei Pro-Parts Messadapter für metrisch leichte und schwere Verschraubungen, JIC, BSPP sowie ORFS. Ergänzt wird das Sortiment durch verschiedene Messanschlüsse, beispielsweise in M16×2, M16×1,5, S12,65×1,5 sowie passende Steckverschraubungen.

Wo misst man den Hydraulikdruck eigentlich?

Wenn eine Hydraulikanlage nicht mehr die gewünschte Leistung bringt oder sich einzelne Funktionen ungewöhnlich verhalten, führt an einer Druckmessung kaum ein Weg vorbei. Doch bevor ein Manometer oder ein Hydrauliktester angeschlossen werden kann, wird zunächst eine geeignete Messstelle benötigt. Genau hier kommen Messverschraubungen ins Spiel.

Sie schaffen einen definierten Anschluss, an dem Messschläuche, Manometer oder komplette Hydraulik-Messkoffer sicher angeschlossen werden können. Dadurch lassen sich Drücke direkt an der Maschine messen, ohne Hydraulikleitungen zu lösen oder provisorische Verbindungen herzustellen.

Nicht jede Messstelle erfüllt den gleichen Zweck

Bei vielen Maschinen befinden sich mehrere Messanschlüsse an unterschiedlichen Stellen der Hydraulikanlage. Das hat einen einfachen Grund: Der Druck an der Hydraulikpumpe sagt nicht automatisch etwas über den Druck hinter einem Wegeventil oder direkt am Hydraulikzylinder aus.

Je nachdem, wo gemessen wird, lassen sich unterschiedliche Rückschlüsse auf den Zustand der Anlage ziehen. Deshalb werden Messanschlüsse häufig bereits während der Konstruktion an den Stellen vorgesehen, an denen später Wartungs- oder Diagnosearbeiten durchgeführt werden.

Messadapter oder Messanschluss – wo liegt eigentlich der Unterschied?

Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Ein Messanschluss bleibt dauerhaft an der Hydraulikanlage montiert und bildet die eigentliche Messstelle. An ihm wird bei Bedarf ein Messschlauch oder eine Messkupplung angeschlossen.

Ein Messadapter wird dagegen verwendet, wenn ein vorhandenes Anschlusssystem auf eine Messkupplung oder einen Messanschluss angepasst werden muss. Er dient also als Verbindung zwischen unterschiedlichen Gewinde- oder Anschlusssystemen.

Wer diesen Unterschied kennt, findet deutlich schneller die passende Komponente und vermeidet unnötige Fehlbestellungen.

Warum gibt es Messadapter für JIC, BSPP, ORFS und metrische Verschraubungen?

Hydraulikanlagen werden weltweit nach unterschiedlichen Normen gebaut. Während einige Maschinen mit metrischen Verschraubungen ausgestattet sind, verwenden andere Hersteller JIC-, BSPP- oder ORFS-Anschlüsse. Damit an jedem dieser Systeme eine Druckmessung durchgeführt werden kann, muss der Messadapter zum vorhandenen Anschlusssystem passen.

Nicht das Messgerät entscheidet also über den benötigten Adapter, sondern die Verschraubung, die bereits an der Maschine verbaut ist.

Eine dauerhaft eingebaute Messstelle spart Zeit

In vielen Betrieben werden Hydraulikdrücke regelmäßig kontrolliert – sei es im Rahmen der Wartung oder zur Fehlersuche. Ist bereits ein Messanschluss vorhanden, kann ein Messschlauch innerhalb weniger Sekunden angeschlossen werden. Das spart Zeit und reduziert gleichzeitig das Risiko, dass beim Lösen von Hydraulikleitungen Schmutz in das System gelangt oder Hydrauliköl austritt.

Gerade bei Maschinen, die regelmäßig gewartet werden oder im täglichen Einsatz stehen, erleichtern fest installierte Messstellen die Diagnose erheblich.

Praxiswissen!

NICHT JEDE DRUCKMESSUNG FÜHRT SOFORT ZUM FEHLER

Stimmen Fördermenge, Temperatur oder Ventileinstellung nicht, kann auch ein korrekter Systemdruck zu einer unzureichenden Leistung der Hydraulikanlage führen. Eine Druckmessung ist daher häufig der erste Schritt der Diagnose – nicht die vollständige Fehleranalyse.

Das sollten Sie wissen!

Messanschlüsse nicht unter Betriebsdruck lösen
Messanschlüsse sind für den Anschluss von Messschläuchen und Diagnosegeräten vorgesehen. Vor Arbeiten an der Hydraulikanlage sollte diese drucklos geschaltet werden. Dadurch werden Beschädigungen an Komponenten und ein unkontrollierter Austritt von Hydrauliköl vermieden.
Die Messstelle bestimmt das Messergebnis
Der gemessene Druck bezieht sich immer auf den Punkt der Hydraulikanlage, an dem gemessen wird. Je nach Position können unterschiedliche Druckwerte auftreten. Für eine aussagekräftige Diagnose sollte die Messstelle entsprechend dem zu prüfenden Hydraulikkreis gewählt werden.
Gewinde und Anschlusssystem müssen zusammenpassen
Vor der Auswahl einer Messverschraubung sollten Gewindegröße und Anschlusssystem eindeutig bestimmt werden. Metrische, JIC-, BSPP- oder ORFS-Anschlüsse unterscheiden sich sowohl im Gewinde als auch im Dichtsystem und sind nicht beliebig miteinander austauschbar.
Verschmutzungen vermeiden
Vor dem Anschließen eines Messschlauchs empfiehlt es sich, den Messanschluss zu reinigen. Bereits kleine Schmutzpartikel können in das Hydrauliksystem gelangen und empfindliche Komponenten beeinträchtigen.