Öl Luftkühler
Bei hoher Belastung kann die Temperatur des Hydrauliköls deutlich ansteigen. Reicht die natürliche Wärmeabgabe der Anlage nicht mehr aus, sorgt ein Ölluftkühler für die notwendige Kühlung des Hydrauliköls. Die Wärme wird dabei über den Kühler an die Umgebungsluft abgegeben.
Eine zu hohe Öltemperatur sollte vermieden werden, da sich mit steigender Temperatur auch die Eigenschaften des Hydrauliköls verändern. Das Öl wird dünnflüssiger und altert schneller. Eine ausreichende Kühlung trägt deshalb zu zuverlässigen Betriebsbedingungen bei und ist besonders bei Hydraulikanlagen wichtig, die über längere Zeit oder unter hoher Belastung arbeiten.
Wie funktioniert ein Ölluftkühler?
Das erwärmte Hydrauliköl strömt durch den Kühler und gibt dort einen Teil seiner Wärme ab. Ein Lüfter führt Umgebungsluft durch die Kühlflächen und transportiert die aufgenommene Wärme nach außen.
Wie viel Wärme abgeführt werden kann, hängt unter anderem von der Öl- und Umgebungstemperatur, dem Volumenstrom und der Kühlleistung ab. Auch der Einbauort spielt eine Rolle: Der Kühler sollte ausreichend mit Frischluft versorgt werden und die warme Abluft ungehindert abgeben können.
Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Ein Ölluftkühler sollte passend zur Leistung und Wärmeentwicklung der Hydraulikanlage ausgelegt werden. Die Tankgröße allein ist dafür nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist, welche Wärmemenge während des Betriebs tatsächlich abgeführt werden muss.
Daneben müssen Volumenstrom, zulässiger Betriebsdruck und Anschlüsse zur Hydraulikanlage passen. Bei Ausführungen mit elektrischem Lüfter ist zusätzlich auf die benötigte Betriebsspannung zu achten.
Ungewöhnlich hohe Öltemperaturen können allerdings auch auf Probleme innerhalb der Hydraulikanlage hinweisen. Bevor ein größerer Kühler eingesetzt wird, sollte deshalb geprüft werden, warum die Anlage zu viel Wärme entwickelt.